Gute SEO-Texte schreiben: worauf es wirklich ankommt

11. Februar 2022

Du möchtest deine Website bei Google sichtbar machen und SEO-Texte schreiben lernen? Dann kommt hier deine Anleitung, genüsslich seziert bis ins kleinste Detail und mit dem erklärten Ziel, dein Weltbild vom langweiligen Keyword-Monstertext ein für alle Mal auf den Kopf zu stellen.

Was ist ein SEO-Text?

Damit wir alle vom Gleichen reden, hier gleich mal die Definition eines SEO-Textes 2022:

Ein SEO-Text ist ein redaktionell geschriebener, gut strukturierter Text im Web. SEO-Texte bereiten Themen so perfekt auf, dass für ihre Leser:innen keine Fragen mehr offen bleiben. Um das zu erreichen, basieren SEO-Texte sowohl auf fundierten Keyword-Recherchen als auch Grundregeln guten Schreibens

Das erwartet Google von SEO-Texten 2022

Vielleicht hast du auch schon mal irgendwo gelesen, dass SEO-Texte angeblich eine bestimmte Länge haben müssen oder eine Menge X an Keywords beinhalten. Ertappt? Dann vergiss das mal ganz schnell. Das ist ein SEO-Verständnis von vorgestern. Das sind aus Sicht von 2022 echte SEO-Mythen.

Google sagt es in seinen Richtlinien für Webmaster eindeutig, worum es bei SEO-Texten geht:

"Erstelle Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen."

Wie Google SEO-Texte bewertet am Beispiel Verweildauer

Worum es bei SEO-Texten geht, sind Menschen. Denkende, fühlende, handelnde Menschen. Also um Emotionen, Empathie, Kreativität.

Google wertet aus, wie Menschen auf Texte reagieren. Das macht der Algorithmus zum Beispiel, indem er die Verweildauer auswertet. Lange Verweildauer gleich positives Signal. Kurze Verweildauer gleich negatives Signal.

Denn wer lange auf einer Website bleibt, muss dort schließlich irgend etwas Interessantes gefunden zu haben. Wer schnell wieder weg ist, offensichtlich nicht.

Anleitung: SEO-Texte schreiben in 8 Schritten

Was du also machen solltest anstatt Wörter zu zählen oder Keywords in jeden einzelnen Zwischentitel zu packen: Deinen Nutzer:innen Mehrwert bieten.

Das funktioniert, wenn du deinem SEO-Text diese fünf Zutaten gönnst:

  • Die Keyword-Recherche und den richtigen Einsatz dieser Keywords,
  • die Ausrichtung des Textes auf die Nutzerintention,
  • das Thema des Textes,
  • den Aufbau und die Logik des Textes und 
  • den Schreibstil. 

Wie du einen SEO-Text angehst, so dass er am Ende diese fünf Bestandteile enthält, das zeige ich dir jetzt Schritt für Schritt:

_1 Kenne deine Keywords

Damit du dir die ganze Arbeit mit deinem SEO-Text nicht umsonst machst, musst du wissen, ob die Menschen da draußen überhaupt wissen wollen, was du ihnen sagen willst. Dazu machst du als erstes eine Keyword-Recherche. 

Was du dabei suchst, ist die eierlegende Wollmilchsau:

Ein perfektes Keyword wird oft gesucht (hohes Suchvolumen) und hat gute Chancen auf ein Ranking (Keyword-Schwierigkeit), weil es deine großen Konkurrenten (groß = hohe Domain-Autorität) noch nicht entdeckt haben oder ihr Content die Nutzerintention nicht perfekt trifft.

Das Problem: Perfekte Keywords wirst du heute kaum noch finden. Dafür umso mehr schlecht umgesetzte SEO-Texte deiner Konkurrenz. 

Letztlich willst du also zwei Dinge finden bei der Keyword-Recherche

  1. Zu deiner Nische passende, möglichst perfekte Keywords (Betonung auf "möglichst")
    UND
  2. Offene Flanken deiner Konkurrenz im Zusammenhang mit diesen Keywords.

Nutzen kannst du dafür zum Beispiel Tools wie Ubersuggest oder den KWFinder.

_2 Bilde ein Keyword-Cluster

Mach dir bewusst, dass du deinen SEO-Text insbesondere zu Blogthemen nicht zu einem einzelnen Keyword schreibst, sondern immer zu einem kompletten Set aus Keywords. Zu einem Keyword-Cluster – einem kompletten Thema.

Google weiß, dass wir Menschen komplex denken. Wenn wir uns über etwas informieren wollen, geht es in der Regel nicht nur um den Begriff, den wir bei Google in die Suchzeile eingegeben haben, sondern um alle damit zusammenhängenden Unterthemen.

Beispiel: In diesem Blogpost geht es um das Thema SEO-Texte schreiben. Dazu gehören aber auch beispielsweise die Keyword-Recherche, die H-Struktur, eine Schreib-Anleitung und Beispiele. All diese Keywords zusammen bilden mein Keyword-Set für diesen holistischen Artikel zum Thema.

_3 Sei holistisch, aber schweife nicht ab

Auch wenn es also um ein holistisches Thema geht, hat jeder SEO-Text doch einen zentralen Kernsatz. Dieser Themen-Fokus ist der Schlüssel zu guten SEO-Texten. 

Also: Kümmere dich in deinem Text um einen (!) Kerngedanken. Den aber erklärst du in allen Details. 

Beispiel: Der Kernsatz dieses Blogposts steht direkt in der Überschrift: Du erfährst hier, worauf es beim Schreiben guter SEO-Texte wirklich ankommt. Diesen Kernsatz erkläre ich dir in allen Einzelheiten, also inklusive aller Cluster-Unterthemen. Dazu gehört beispielsweise auch die Keyword-Recherche. Ich reiße sie an, erkläre sie dir aber nicht in allen Einzelheiten. Das ist Aufgabe eines weiteren Themen-Artikels. Sobald ich diesen geschrieben habe, verlinke ich ihn dir. 

_4 Beachte die Suchintention deiner Nutzer

Die Suchinention beschreibt, was Menschen sich von einem Artikel erwarten, wenn sie ihn bei Google anklicken. Wollen sie informiert werden oder unterhalten – oder beides? Wollen sie etwas kaufen oder etwas machen? Das musst du wissen, bevor du anfängst zu schreiben.


Was ist die Nutzerintention?

Damit du dir das besser vorstellen kannst, wie genau die Suchintention funktioniert, hier drei Beispiele: 

Beispiel 1: Du suchst nach einem Rezept für einen fluffigen Zitronenkuchen. Also googlest du nach etwas wie "zitronenkuchen rezept". Intention: Du möchtest zwei Dinge haben: Die Zutatenliste und die aufs Wesentliche reduzierte Anleitung zum Backen. Am besten so übersichtlich, dass du dir das Tablet beim Backen neben die Rührschüssel legen kannst. 
Beispiel 2: Du möchtest wissen, wie man einen guten SEO-Text schreibt. Was du dir erwartest, ist eine umfassende, didaktisch aufbereitete Anleitung. Dein Ziel, deine Intention ist es, dich weiterzubilden. Dazu bist du auch bereit, einen längeren Text zu lesen und dafür Zeit zu investieren.
Beispiel 3: Du brauchst dringend einen Haarschnitt. Du suchst beispielsweise nach "frisör nürnberg zentrum". Was du haben möchtest, sind Preise, vielleicht ein Eindruck von den Räumlichkeiten und dem Team und eine Möglichkeit zur Terminvereinbarung. Schnell. Du hast keine Nerven, dir die Infos erst ellenlang zusammenzusuchen.

Nutzerintention herausfinden: so geht's

#1 Keyword-Recherche

Keyword-Tools helfen dir zu verstehen, welche Infos sich Menschen erwarten, wenn sie nach einem Begriff gesucht haben. Dazu schaust du dir zum Beispiel an

  • welche Keywords wie zusammenhängen und welche Synonyme es gibt (z.B. mit Ubersuggest)
  • welche W-Fragen Nutzer:innen im Zusammenhang mit einem Keyword bewegen (z.B. Answer the Public)
  • welche Verben und Adjektive Googlende im Kontext von Keywords verwenden (z.B. Google Autosuggest bei der Eingabe von Keywords in die Suchzeile) 
#2 SERP-Analyse und Konkurrenz-Vergleich

Du musst das Rad nicht neu erfinden, wenn du einen SEO-Text schreiben willst. Du musst es nur runder machen.

Also schau dir doch einfach mal die fünf top-Ergebnisse in den Google-Suchergebnissen (SERPs) an. Wie sind diese Artikel aufgebaut? Worum geht es da? Sie ranken ganz oben, weil sie die Fragen der Nutzer:innen derzeit am besten beantworten. Künftig machst du das noch besser.

Suchintention & Textlänge: Wie lang sollte ein SEO-Text sein?

Möglichst lang und umfassend, sagen die einen. Kurz und prägnant, sagen die anderen. Mindestens 3000 Zeichen, raten dir die Dritten.

Fakt ist: Sie alle haben Recht – und auch wieder nicht.

Denn: Die ideale Länge eines SEO-Textes hängt einzig und allein von der Suchintention ab. Das hat Google mit mehreren wegweisenden Algorithmus-Updates klar gemacht, insbesondere mit Hummingbird (2013) und dem NLP-basierten BERT (2019).

Beispiel 1 und 3 (das Zitronenkuchen-Rezept und die Frisör-Infos) fallen in die Kategorie "Kurz und prägnant". Beispiel 2 (die SEO-Text-Anleitung) gehört zur Kategorie "lang und umfassend".

Also: Vergiss pauschale Mindestlängen.

_5 Strukturiere deinen Text

Ein gut strukturierter Text ist die halbe SEO-Miete. Struktur hilft nämlich allen: Deinen Nutzer:innen, Google und dir.

#1 Schreibe eine Gliederung

Um einen (möglichst holistischen) SEO-Text zu schreiben, musst du den Überblick behalten können während des Schreibens. Was dir dabei hilft, ist eine klassische Gliederung.

 Idealerweise schreibst du sie dir nicht nur in Stichpunkten auf, sondern mit allen ausformulierten Zwischenüberschriften. So behältst du während des Schreibens den Fokus und musst nur noch deine Absätze ausformulieren.

#2 Formattiere deine Zwischenüberschriften als Headings (H1 bis H6)

Google sieht Texte nicht so hübsch aufbereitet wie wir hier, sondern als simplen HTML-Text. Um trotzdem beurteilen zu können, worum es geht, schaut sich der Algorithmus mit besonderem Eifer die Elemente an, die du im HTML besonders codiert und damit hervorgehoben hast beispielsweise als Überschriften.

Eine HTML-Konvention ist dabei die richtige Hierarchie der Headings, also deiner H1 bis H6. Entscheidend sind zwei Regeln:

  1. Jede URL hat nur eine H1. Eine einzige!
  2. H2 bis H6 kannst du beliebig oft einsetzen, solange du das hierarchisch machst.

Und so sieht das dann beispielsweise für diesen SEO-Text aus, den du gerade liest:

#3 Nutze Links!

Links sind wie Straßen durch deine Website. Sie gliedern deine Stadt in Stadtteile und einzelne Adressen. Deine User können sie entlang gehen, müssen es aber nicht. Aber wenn sie sie nutzen, dann bekommen Sie immer Mehrwert. Damit sie wissen, wann sie wo abbiegen sollten, verlinkst du deine Texte richtig.

_6 Nutze die AIDA-Formel, um SEO-Texte zu schreiben

Damit Texte gelesen werden, gibt es eine einfache Grundregel. Alle Schreibenden weltweit nutzen sie, wenn auch teilweise in abgewandelten Varianten oder unter anderem Namen. Die einen nennen sie Dramaturgie, andere schlicht Schreibstil.

Wenn du ein bisschen Ahnung hast von Marketing, kannst du auch die AIDA-Formel auf SEO-Texte übertragen.

Die AIDA-Regel für SEO-Texte: Wecke mit deinem Text die Aufmerksamkeit deines Lesers. Dann erklärst du, was genau deinen Text interessant macht. Danach stillst (oder weckst) du das jeweilige Verlangen deines Users, beispielsweise nach Information. Abschließend triggerst du eine Reaktion wie den Eintrag in einen Newsletter oder den Kauf eines Produkts.

AIDA steht für

  • A-Attention (Aufmerksamkeit wecken)
  • I-Interest (Interesse wecken)
  • D-Desire (Verlangen wecken/stillen)
  • A-Action (Reaktion triggern)

Beispiele für die einzelnen AIDA-Schritte in einem SEO-Text

#1 Attention - Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit weckst du bereits, bevor User:innen auf deine Seite klicken. Dafür schreibst du zu jedem Text richtig gute Meta-Descriptions

Sobald jemand auf deiner Website ist, ziehst du deine Website-Nutzer:innen mit möglichst emotionalen Überschriften und einem packenden Text-Anfang in deinen Artikel hinein. 

Du willst wissen, wie du richtig gute Überschriften schreibst? Hier kannst du dir meine Anleitung für 0 € herunterladen als Dankeschön für deinen Eintrag in meinen Newsletter.


#2 Interest - Interesse

SEO-Texte sind dann interessant, wenn die Googlenden darin genau die Antworten erhalten, nach denen sie gesucht haben. Die zugehörige Fragen haben sie zuvor als Keywords verklausuliert bei Google eingegeben.

Beispiel: Du könntest für diesen Text gesucht (also gefragt) haben nach "SEO-Texte schreiben" oder "SEO-Texte AIDA". Du findest hier die passenden Infos, weil ich deine Suchintention kenne. Die kenne ich, weil ich eine Keyword-Recherche gemacht habe. Ich nähre also dein Interesse weiter, nachdem ich es in #1 geweckt habe.

#3 Desire - Verlangen

Übertragen auf das AIDA-Modell bedeutet das für SEO-Texte: Schreibstil, Textaufbau, W-Fragen und Keywords müssen so zur Suchintention passen, dass der Text eine Emotion auslöst: Das Verlangen nach etwas.

Beispiel 1: Eine Produktbeschreibung, die das Verlangen zum Kauf triggert.

Beispiel 2: Ein Info-Text wie dieser, der das Verlangen weckt, das Beschriebene auch zu können und umsetzen zu wollen.

#4 Action - Reaktion

SEO-Texte haben immer ein Ziel. Denke daran, wenn du sie planst und schreibst. Beispiele für solche Ziele sind:

  • Aus Nutzer:innen werden Kund:innen, indem sie eines deiner Produkte kaufen.
  • Jemand abonniert deinen Newsletter.
  • Dein Text ist aktives Linkbuilding.
  • Du stärkst deinen Expertenstatus (und damit das E in Googles E-A-T-Faktoren).
  • Deine Leser:innen kommentieren deinen Blogpost.

_7 Setze deine Keywords sinnvoll ein: Ein Keyword-FAQ

Bestimmt hast du auch schon mal irgendwo gelesen, dass du dein Haupt-Keyword immer in der H1 nutzen sollst und in den ersten Sätzen und hier und da und dort. 

Damit fährst du sicher, deshalb gebe ich dir diesen Überblick auch gleich. Aber: Wenn du dich zu sehr dafür verbiegen müsstest, dann lass es lieber. Ein logischer Textaufbau und ein unverkrampfter Textfluss gehen vor - ganz im Sinne der Menschen, die deinen SEO-Text lesen.

An welchen Stellen im Text sind Keywords ein Must?

Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast und insbesondere die Suchintention aus Schritt 4 gewissenhaft analysiert hast, fallen deine Keywords aber ohnehin wie von Zauberhand an diesen Stellen, aber zum dran festhalten hier die Übersicht:

  • H1 (Haupt-Keyword)
  • H2 bis H6 (weitere Keywords aus deinem Keyword-Cluster)
  • Texteinstieg/erster Absatz (Haupt-Keyword, ggf. einzelne Cluster-Keywords)
  • Im Text
  • In Linktexten (So verlinkst du richtig)
  • In den Metadaten der Bilder
  • Im Meta-Title und der Meta-Descprition

Welche Rolle spielen gefettete Keywords und Listen für SEO-Texte?

Gern behauptet wird ja, dass fett geschriebene Keywords einen Einfluss auf das Ranking hätten. Das stimmt nur indirekt. 

Klar ist: Das menschliche Auge nimmt Fettungen leichter wahr. Fettungen helfen also, damit unsere Nutzer:innen sich leichter orientieren können. Das wiederum wirkt sich positiv auf ihre Wahrnehmung des gesamten Textes aus. 

Klar ist aber auch: Gefettete Keywords allein bewirken keinerlei Ranking. Sage nicht ich, sondern Googles John Müller auf Twitter

Für Listen dürfte das Gleiche gelten wie für gefettete Keywords. Sie gliedern einen Text, machen ihn übersichtlicher und damit insbesondere mobil leichter konsumierbar.

Ist versteckter Text in Akkordeons und Tabs schlecht für SEO?

Gelegentlich liest man noch, dass Akkordeons schlecht für SEO seien. Das stimmt so nicht.

Aufklappbare Tabs helfen, damit User sich vor allem in der mobilen Ansicht auf Handys und Tablets besser zurechtfinden können. Gerade mit Blick auf die Mobile First Indexierung von Google ist das absolut im Sinne des Algorithmus.

Das Problem ist nur: Erst mit dem Klick oder Tipp auf den Tab lädt der dahinterliegende Text. Der Google-Bot kann aber nur Texte auslesen und indexieren, die unmittelbar zu sehen sind.

Akkordeons sind also nicht pauschal schlecht für SEO. Aber du musst abwägen, ob der dahinterliegende Text so wichtig ist, dass er in den Suchergebnissen erscheinen soll. Falls ja, dann lass das Akkordeon lieber weg. 

Sollte ich mein Haupt-Keyword besonders häufig nennen?

Nein, nein und ein für alle Mal: NEIN! Keyword-Stuffing, also das sinnfreie vollstopfen von Texten mit Keywords gehört ebenso zu den Google-Urzeiten wie die Keyworddichte als Rankingfaktor. Es reicht, wenn deine ganz natürlich im Textfluss fallen. 

Und was ist mit der Keyworddichte? Und WDF*IDF?!

Ich kenne Seiten, die ranken für ein Keyword, ohne dass es ein einziges Mal im Text vorkommt. Und jetzt fragst du mich bitte nochmal, was ich davon halte, Texte nach Keyworddichte und WDF*IDF zu stricken.

Die Keyworddichte als Rankingkriterium ist ein Relikt aus Google Urzeiten. Damals wusste es der Algorithmus noch nicht besser, und hat aus der Menge der Keywords in einem Text seine Relevanz geschlossen. Die Keyworddichte ist heute für SEO-Texte weitgehend irrelevant. Allein in der Keyword-Recherche und insbesondere der Konkurrenz-Analyse spielt sie noch eine Rolle.
WDF*IDF ist eine mathematische Formel, nach der Keywords ins Verhältnis gesetzt werden zu konkurrierenden Seiten. WDF*IDF kann einen Eindruck davon vermitteln, wie andere Texte das gleiche Thema behandeln. Wenn du das mal ausprobieren möchtest: Hier geht's zu einem der vielen WDF*IDF-Tools im Netz.

WDF*IDF ersetzt weder eine Keyword-Recherche noch eine SERP-Analyse. Gleichzeitig bewirkt sie aber unter Umständen genau das, was der Google-Algorithmus nicht mehr sehen will: Dass wir unsere Texte so schreiben wie es uns Maschinen vorgeben – und nicht so, wie es denkende Menschen eigentlich von uns erwarten. Mit dieser Meinung bin ich übrigens nicht allein. Auch die geschätzten Kolleginnen und Kollegen von evergreen-Media finden: "Vergiss WDF*IDF"

_8 Schreibe SEO-Texte leicht verständlich und lebendig

Leicht verständlich zu schreiben ist leichter gesagt, als umgesetzt, ich weiß. Als ausgebildete Journalistin möchte ich dir aber natürlich trotzdem ein paar Grundregeln an die Hand geben: 

  1. Kurze Sätze erfassen Leser:innen in der Regel leichter. Trotzdem darfst du natürlich auch mal längere Sätze schreiben, sofern die Satzstruktur logisch ist und deine Nutzer:innen dem Satzfluss leicht folgen können.
  2. Fachsprache verwendest du bitte nur äußerst sparsam. Und wenn, dann erklärst du direkt, was du meinst. Beispiel: Der Absatz zu WDF*IDF oben.
  3. Aktive Verben und aktiv formulierte Sätze sind ein Verständlichkeits-Booster. Hier habe ich das ausführlich erklärt, warum du Texte immer im Aktiv schreiben solltest.
  4. Eine lebendige Schreibe ist eine authentische Schreibe. "Schreib' wie du sprichst", heißt es oft. Ganz so pauschal möchte ich das zwar nicht unterschreiben, aber die Kernbotschaft stimmt. Wenn du schreibst, wie du sprichst, füllst du deinen Text nämlich automatisch mich lebendigen Wörtern. Und ja: Auch mal Füllwörtern! Die dürfen und müssen natürlich auch mal fallen, sonst wirkt dein Text schnell gestelzt, zu glatt oder schlicht steril. Eins der Haupt-Probleme bei diesem pauschalen Schreib-wie-du-schreibst-Rat: Ellipsen, also Sätze ohne Verben, die wir in der gesprochenen Sprache gerne sagen, die in der Schriftsprache aber leicht zu Stolpersteinen und Verständlichkeits-Killern werden.

Was du nicht machen solltest

Eigentlich will ich dich gar nicht erst auf dumme Gedanken bringen. Weil das aber immer wieder missverstanden wird, sage ich es hier so klipp und klar wie möglich.

Schreibe deinen Text nicht für Google. Schreibe deinen Text für deine Nutzer:innen.

Das bedeutet:

  • Kein krampfhaftes Keyword-Fallenlassen in jedem Satz (auch nicht in jedem Absatz). 
  • Keine falschen Erwartungen wecken, die du nicht im Text erfüllen kannst. Weder in der Meta-Description noch in der Überschrift oder dem Texteinstieg.
  • Keine Enzyklopädie schreiben, in der du alles in allen Details erzählst, was du über dein Meta-Thema weißt (stattdessen: Holistischer Gedanke mit Kernsatz-Fokus)

Fazit: So schreibst du gute SEO-Texte

Um einen guten SEO-Text zu schreiben, solltest du dich nicht an starren Vorgaben festhalten. Schreibe stattdessen einen Text, der für deine Nutzer:innen den maximalen Mehrwert bietet.

SEO-Texte sind Entertainment, sage ich an dieser Stelle immer. Wer sie liest, bekommt Informationen und hat dabei Spaß am Lesen, weil die Infos gut aufbereitet sind. 

Die besten SEO-Texte sind oft die, die Keyword-strategisch recherchiert und aufgebaut sind und zugleich aus dem Bauch heraus geschrieben.

Ariane Stürmer
Website-Expertin, Journalistin, SEO-Texterin

Hi, ich bin Ariane. Mit meinen Blogposts will ich dir helfen, SEO wirklich zu verstehen – und unabhängig zu werden insbesondere von sozialen Plattformen. Als Website-Coach, ausgebildete Journalistin, Texterin und SEO-Expertin zeige ich dir, wie du bei Google gefunden wirst UND aus vorbeisurfenden Nutzern zahlende Kunden machst. Meine ganze Geschichte

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