Gute SEO-Texte schreiben: worauf es wirklich ankommt

23.Mai 21

Wenn du Texte für deine Website schreibst, dann mach vor allem eines: Löse dich von der Vorstellung, du könntest allein mit dem Einflechten von Keywords in der Überschrift und im Text auf Seite 1 bei Google kommen, oder indem dein Text mindestens 300 Wörter lang ist, oder die Yoast-SEO-Ampel grün anzeigt. 

Das sind alles nette Richtlinien, aber mehr auch nicht. Was einen guten SEO-Text wirklich ausmacht, das erfährst du in diesem Artikel.


Was Google sich von dir wünscht

Wer immer auch als erster den Mythos in die Welt gesetzt hat, Google würde Websites ranken nach Faktoren wie

  • der Länge von Texten
  • der Menge von Wörtern wie der WDF*IDF-Formel
  • der exakten Positionierung von Keywords an bestimmten Textstellen oder
  • Fettungen im Text,

der hat die Grundprinzipien von Google nicht verstanden. 

Denn Google sagt uns zwar nicht en detail, welche Faktoren für das Ranking zählen (wir SEO-Experten gehen von rund 200 Einzelfaktoren aus), aber doch ziemlich klar, wie der Content gestaltet sein sollte:

"Erstelle Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen."

Dieser Satz steht gleich als erster Punkt unter den Google-Grundprinzipien der Richtlinien für Webmaster. Öffentlich, für jeden einsehbar, klipp und klar formuliert steht das da.

Wenn du diesen Satz mal so richtig auf dich wirken lässt, dann ist dir klar, dass sämtliche solcher SEO-Mythen von Wortzahlen und Keyword-Positionierungen absurd sind. Trotzdem beinhalten sie natürlich ein Quäntchen Wahrheit. 

Denn wenn in deiner Überschrift zum Beispiel nicht das Keyword steht, nach dem jemand gesucht hat, dann verseht dieser jemand auch nicht, dass dein Text die Antwort auf seine Frage beinhalten könnte. Auch das hat nichts mit irgendwelchen undurchschaubaren SEO-Regeln zu tun, sondern mit schlichter Logik, die du dir aus Googles Qualitätsrichtlinien ableiten kannst.

By the way: Wie du eine gute SEO-Überschrift schreibst, erfährst du in meinem Freebie, das du dir hier kostenlos herunterladen kannst.


Die 5 Faktoren, auf die es bei SEO-Texten ankommt

Was du also machen solltest, anstatt Wörter zu zählen oder Keywords in jeden Zwischentitel zu packen: Deinen Nutzer:innen Mehrwert bieten. Wie das geht? Hier kommen meine fünf Tipps für gute SEO-Texte:


1. Bähm! Packe deine Leser:innen

Die Sache ist die: Um bei Google ganz vorne mitzuspielen, braucht es mehr als ein paar Keywords. Das Gesamtpaket deines Contents muss stimmen. Google wertet dutzende Faktoren aus für jede Website und jede einzelne URL. Einer dieser Faktoren ist die Verweildauer. Je länger deine Nutzer:innen auf deiner Seite surfen, umso besser. 

Ihre Botschaft an Google: Dieser Text gefällt mir, der holt mich ab, der beantwortet die Frage, die ich gerade als Keyword-Stakkato in die Suchzeile eingegeben habe.

Und er packt die Lesenden von der ersten Zeile an. Mit den ersten Zeilen weckt er Aufmerksamkeit, viel wichtiger aber ist: er bindet die User:innen dauerhaft. 

Merke
Gute SEO-Texte sind gut geschriebene Texte. Spannung, Emotion, Empathie, Formulierungen, Satzbau, Interpunktion, all das gehört dazu, damit aus einem Text ein guter Text wird. Gute Texte lesen Menschen gerne – und lange. Das ist für Google ein positives und wichtiges Rankingsignal.


2. Ein guter SEO-Text enthält Aha-Momente

Wenn du es schaffst, deinen Nutzer:innen echte Aha-Momente beim Lesen zu bescheren, dann hältst du einen der Schlüssel zu einer gu­ten Goog­le-Plat­zie­rung in den Händen. Längst vor­bei sind die Zei­ten, in de­nen du ein Keyword nur so oft wie möglich nennen musstest, und schon kam dein Artikel auf Seite 1 bei Google.

Wirklich Chancen hast du nur, wenn du

  • informativen Content bietest, der
  • für die Zielgruppe perfekt aufbereitet ist und
  • im Idealfall Emotionen weckt.

Wie lang so ein Text ist, ist Nebensache. Du kannst auf 1000 Zeichen genauso für Aha-Momente sorgen wie auf 10.000 Zeichen. Die Frage ist nur: Was erwarten deine Leser:innen von deinem Text? 


3. Erkenne die Intention, die deine Nutzer verfolgen

Was deine Leser:innen erwarten, weißt du selbst am Besten. In SEO-Kreisen sprechen wir von der Nutzerintention. Sie beschreibt, was Menschen sich von einem Artikel erwarten, wenn sie ihn bei Google anklicken. Wollen sie informiert werden oder unterhalten – oder beides? Wollen sie etwas kaufen oder etwas machen?  


Beispiel
Wenn du als User wissen möchtest, wie du einen fluffigen Zitronenkuchen backen kannst, dann möchtest du zwei Dinge haben: Die Zutatenliste und die Anleitung zum Backen. Was der Rezept-Schreiber selbst beim Zitronenkuchenbacken erlebt hat, dürfte dir ziemlich Wumpe sein. Ein langer, emotionaler Text wäre an dieser Stelle falsch.
Wenn du als User:in dagegen wissen möchtest, wie man einen guten SEO-Text schreibt, dann wären eine Liste und ein paar kurze How-to-Tipps zu kurz gesprungen (zumindest, wenn du wirklich wissen und lernen möchtest, wie das alles funktioniert). Dann empfindest du beschreibende, vielleicht sogar persönliche Zeilen dazu als hilfreich.


4. Ein Gedanke. Ein Kernsatz. Eine Antwort.

Die Ba­sis je­den gu­ten Texts ist eine kla­rer Kernsatz. Die Teilnehmer:innen meiner Coachings können ein Lied davon trällern. Der Kernsatz, der ein-Thema-Fokus ist der Schlüssel zu guten SEO-Texten. Nicht, weil Google das so toll findet, sondern weil Menschen unsere Texte lesen. Menschen, keine Maschinen. Unsere Aufnahmefähigkeit ist begrenzt.

Also: Kümmere dich in deinem Text um einen (!) Kerngedanken. Nicht um zwei. Nicht um fünf. Einen. Nicht abschweifen, nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommen, eine klare Linie verfolgen.

Beispiel
Der Kernsatz dieses Blogposts steht direkt in der Überschrift: Du erfährst hier, worauf es beim Schreiben guter SEO-Texte wirklich ankommt. Diesen Kernsatz erkläre ich dir in allen Einzelheiten. Meine Botschaft und Antwort auf deine Frage, wie das geht, das mit dem Schreiben guter SEO-Texte: Schreibe gute Texte, die die Erwartungen deiner User:innen voll erfüllen, dann hast du fast automatisch einen suchmaschinenoptimierten Text.

Diesen Kerngedanken, diesen Kernsatz, solltest du übrigens tunlichst mit einer starken SEO-Überschrift versehen. Wie du das machst, dazu habe ich dir ein kleines, kostenloses Workbook zusammengestellt.

Bessere Rankings durch optimierte Überschriften: Lade dir mein 13-seitiges Freebie hier herunter.


5. Die Sache mit den Keywords

Wenn dein Text einem roten Faden folgt, dann werden auch die zu deinem vorher gewissenhaft recherchierten Hauptkeyword flankierenden Nebenkeywords au­to­ma­tisch fallen – ganz ohne SEO-He­xe­rei und so ge­nann­tes Key­word-Stuf­f­ing. Synonyme, verwandte Suchbegriffe und Suchphrasen werden ganz organisch vorkommen, ohne, dass du stundenlang nach passenden Keywords für dein Thema gesucht hast. 

Bitte zähle auch nicht, wie oft dein Keyword vorkommt oder lass dich von Rechenformeln wie IDF*WDF verrückt machen. Wenn du einen logischen Text geschrieben hast, dann kommen deine Keywords inklusive der Synonyme oft genug vor. 

Hilfreich sind dagegen durchaus Tools wie Google Autosuggest, Answer the Public oder Ubersuggest, um überhaupt auf Keyword-Ideen zu kommen.

Merke
Lege die The­se dei­nes Ar­ti­kels fest, be­vor du mit dem Schrei­ben be­ginnst. Fin­de dei­ne rote Li­nie und ver­fol­ge sie, um dei­nen Le­sern und Goog­le glei­cher­ma­ßen Ori­en­tie­rung zu bie­ten. Dann fal­len die pas­sen­den Keywords ganz au­to­ma­tisch.


Was du tunlichst nicht machen solltest

Eigentlich will ich dich gar nicht erst auf dumme Gedanken bringen. Weil das aber immer wieder missverstanden wird, sage ich es hier so klipp und klar wie möglich:

Merke
Schreibe deinen Text nicht für Google. Schreibe deinen Text für deine Nutzer:innen.

Das bedeutet:

  • Kein krampfhaftes Keyword-Fallenlassen in jedem Satz (auch nicht in jedem Absatz). 
  • Keine falschen Erwartungen wecken, die du nicht im Text erfüllen kannst. Weder in der Description noch in der Überschrift oder dem Texteinstieg.
  • Keine Enzyklopädie schreiben, in der du alles in allen Details erzählst, was du über dein Meta-Thema weißt (stattdessen: Kernsatz, du weißt schon...)
  • Schlecht schreiben. 


Fazit

Um einen guten SEO-Text zu schreiben, solltest du dich nicht an starren Vorgaben festhalten. Schreibe stattdessen einen Text, der für deine Nutzer:innen den maximalen Mehrwert bietet.

SEO-Texte sind Entertainment, sage ich an dieser Stelle immer. Wer sie liest, bekommt Informationen und hat dabei Spaß am Lesen, weil die Infos gut aufbereitet sind. 

Die besten SEO-Texte sind oft die, die Keyword-strategisch recherchiert und aufgebaut sind und zugleich aus dem Bauch heraus geschrieben.


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